Wir laden herzlich zur Teilnahme an unserer Veranstaltungsreihe ein.

Im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie leben!“ und in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld – mit Blick auf die große ezidische Community in Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe – widmen wir drei Abenden der Erinnerungsarbeit, der demokratischen Teilhabe und der gemeinsamen Zukunft.

Demokratie leben! Volkshochschule Bielefeld Bielefeld & OWL
31 Juli 2026

Auftakt

Genozid und Erinnerungsarbeit

Mit Prof. Sebastian Maisel (Universität Leipzig) und Jamal Darwesh (Traumaexperte).

Im Mittelpunkt dieses Abends steht der Genozid an den Ezid*innen im Jahr 2014 – von den Betroffenen Ferman genannt – und die Frage, wie eine Gesellschaft angemessen erinnert. Prof. Sebastian Maisel ordnet die historischen und religiösen Hintergründe der Verfolgung ein, während der Traumaexperte Jamal Darwesh die seelischen Folgen von Genozid und Flucht beleuchtet. Ein Zeitzeug*innengespräch mit Menschen aus der Bielefelder ezidischen Community macht die Geschichte unmittelbar erfahrbar, ergänzt durch Dokumentarfilmausschnitte und eine moderierte Diskussion. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Ideen für lokale Erinnerungsformate – von einer Gedenkveranstaltung über eine Ausstellung bis hin zu einer Social-Media-Kampagne. Leitend ist dabei die Frage, wie Erinnerung zur Prävention von Hass, Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beitragen kann.

ab 18 Uhr Historischer Saal, VHS Bielefeld
11 Sept. 2026

Werkstatt

Demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit

Dieser Abend rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Menschen mit ezidischer Geschichte ihre Stimme wirksam in die Stadtgesellschaft einbringen können. Ein einführender Impuls zeigt konkrete Wege demokratischer Beteiligung auf kommunaler Ebene auf – vom Integrationsrat über die Vereinsarbeit bis zu Formen der Bürgerbeteiligung. An World-Café-Tischen tauschen sich die Teilnehmenden zu „Engagement in Bielefeld“, „Umgang mit Diskriminierung“ und „Kulturelle Sichtbarkeit“ aus und entwickeln daraus eigene Handlungsideen. In szenischen Übungen werden Situationen von Alltagsdiskriminierung nachgestellt und gemeinsam Handlungsoptionen erprobt. So stärkt der Abend die Selbstwirksamkeit jeder*s Einzelnen und bereitet zugleich eigene Beiträge – Texte, Musik oder kurze Präsentationen – für die öffentliche Abschlussveranstaltung vor.

ab 18 Uhr Konferenzraum 240, VHS Bielefeld
9 Okt. 2026

Abschluss

Abschlussveranstaltung mit Ergebnispräsentation

Zum Abschluss der Reihe treten die Teilnehmenden selbst vor ein öffentliches Publikum und präsentieren die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit. Den kulturellen Rahmen bilden Beiträge aus der Community selbst – traditionelle ezidische Musik, Lesungen eigener Texte sowie künstlerische Arbeiten aus Fotografie und bildender Kunst. In einem Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Politik wird unter dem Titel „Ezidische Stimmen in Bielefeld – Wie gelingt nachhaltige Teilhabe?“ diskutiert. Eingeladen sind neben den Familien der Teilnehmenden auch Akteur*innen aus Integrationsrat, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Religionsgemeinschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit. Mit Presse- und Öffentlichkeitsbeteiligung trägt der Abend die Anliegen der ezidischen Community sichtbar in die Stadtgesellschaft und legt den Grundstein für ein dauerhaftes Netzwerk.

ab 18 Uhr Historischer Saal, VHS Bielefeld
Eintritt kostenlos Barrierearm zugänglich Offen für alle

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Bei Interesse freuen wir uns über eine kurze Anmeldung per E-Mail – ansonsten kommen Sie einfach gerne vorbei. Der Zugang ist kostenlos und barrierearm.